Große Bühne für die Eisenkugeln: So war der Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey

Fakten in Kürze:

  • Drei Tage (03. – 05.06.2016) Informationsstand und Mitmachangebot
  • Boule und Show-Training auf der Sportmeile des Rheinhessischen Sportbundes mit 17 Vereinen und Fachverbänden
  • 25 Boulisten aus ganz Rheinland-Pfalz am Stand des PVRLP
  • 250.000 Besucher auf dem Rheinland-Pfalz-Tag

 

Bild1Dies sind nur ein paar Fakten des Rheinland-Pfalz-Tages. Die Arbeit die vor und am RLP-Tag geleistet wurde, lässt sich nicht in Zahlen fassen. Daher möchte ich mich bei allen Helfern bedanken, die vor Ort waren und eifrig unseren Sport präsentiert haben.

 

Am Stand waren Helfer aus Bad Kreuznach, Herxheim, Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Sörgenloch und Weißenthurm. Ich möchte auch gerne die PF Wartbergbouler Alzey hervorheben, die an allen drei Tagen mit Helfern am Stand waren und am Freitagabend ein Show-Training veranstaltet haben.

 

Einen persönlichen Dank möchte ich an Max Renz vom PC Bad Kreuznach aussprechen. Max ist kurzfristig für mich an allen drei Tagen eingesprungen, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht am Rheinland-Pfalz-Tag teilnehmen konnte. Die ganze Sache vor Ort zusammen gehalten hat meine Frau Judith.

 

Bild2Die Rückmeldungen, die ich in Gesprächen mit unseren Boulisten vor Ort bekommen habe, sind positiv. Es wurden viele Besucher der Sportmeile zum Boule spielen verführt, die Boule-Bahnen im Schlosspark waren die ganze Zeit bespielt. Hier zeigt sich, dass der Entschluss, mit den Leuten direkt Boule zu spielen, ein wichtiger Aspekt war. Einige Besucher hatten so viel Interesse, dass auch mal mehr als nur ein Spiel gemacht wurde. Ein reiner Informationsstand hätte nicht so viel Zuspruch gefunden.

Ebenso wurden viele Gespräche am Rande der Boule-Bahnen geführt. Viele Interessenten hatten schon einmal im Urlaub am Strand oder in Frankreich gespielt. Dabei war ihnen oft nicht bewusst, dass sie auch zu Hause in Deutschland Boule als Sport betreiben können.

 

Aus meiner Sicht war diese Veranstaltung ein Erfolg für den PVRLP. Wir haben es geschafft, unseren Sport in der Öffentlichkeit vorzustellen. Dabei ist vielen Besuchern aufgefallen, dass Boule mehr ist als ein paar Kugeln zu werfen. Eine Aussage vom Rheinhessischen Sportbund zum Abschluss der Veranstaltung: "Bei Euch war immer was los. Das hat uns gut gefallen!" Bei einem solchen Event zeigt sich, wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir noch viel für unseren Sport erreichen!

 

Zum Abschluss ein paar Impressionen von Judith:
Bild3Der Rheinland-Pfalz-Tag hat mir persönlich gut gefallen, auch wenn ich an jedem Abend erschöpft nach Hause kam. Unter den vielen Eindrücken ist mir zentral im Gedächtnis geblieben, dass wir uns mit Mitgliedern vieler Vereine gemeinsam am Stand des PVRLP als gutes Team erwiesen haben und jeder einzelne positive Rückmeldungen bekommen hat. Vom ersten Groß-Event des Breitensports habe ich eine ganze Reihe von Erfahrung mitgenommen.

Oft höre ich, Kinder kommen zum Boule-Sport durch (Groß-) Eltern. In Alzey habe ich mehrfach auch das Gegenteil erlebt. Die Kinder waren schneller dafür zu begeistern, mit uns eine Runde zu spielen. Hieraus ergab sich natürlich die Gelegenheit, die Eltern davon zu überzeugen, dass sie auch gemeinsam mit ihren Kindern Boule spielen können. Das gilt schon ab dem Kindergarten, wenn man Crossboule- bzw. Kinderkugeln zur Hand hat. Dieses Gemeinschaftserlebnis erstaunte einige Familien positiv.

 

Teilweise stand ich am Rand der Boule-Bahn neben zuschauenden Angehörigen. Damit sie nicht nur warten sondern verstehen, was da gerade auf der Bahn passiert, habe ich, wenn ich gerade Zeit dafür hatte, ein informelles Gespräch angefangen. Wenn Kinder oder Jugendliche mit einen Sport anfangen wollen, benötigen sie dazu die Unterstützung der Eltern. In diesen Gesprächen stieg das Interesse der Eltern, wenn klar wurde, dass sich in den Vereinen Gedanken um Jugendliche und deren sportliche Weiterentwicklung gemacht wird. Dass wir strukturierte Trainings, Liga-Betrieb und Meisterschaften neben dem Breitensportsektor durchführen ist den meisten nicht bekannt.

 

Bild4An unserem Stand trafen wir kleine Gruppen von Flüchtlingen. Auch wenn es sprachlich nicht immer einfach war, konnten wir doch miteinander Boule spielen und Kontakt zu dem nächstgelegenen Verein herstellen. Ich hatte den Eindruck, dass die jungen Männer nach einer sportlichen Freizeitbeschäftigung suchten, die ihre finanziellen Mittel nicht allzu sehr strapaziert.

 

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Begegnung mit einer jungen Frau, die mit einer Clique junger Menschen um die 30 vor unserem Info-Stand stand. Zwei der jungen Männer wollten eine Runde Boule spielen. Natürlich habe ich die ganze Gruppe eingeladen zu spielen, aber eine junge Frau war sehr zögerlich und entschuldigte sich, sie sei so unsportlich. Zum Glück ließ sie sich doch noch überzeugen und wir spielten eine spannende Begegnung Männer gegen Frauen. Sie trug viele Punkte zum Sieg der Frauen bei und war echt überrascht, dass es einen Sport gibt, in dem sie was leisten kann. Sie verabschiedete sich schließlich mit dem Satz: Ich habe meinen Sport gefunden! Und zog gutgelaunt mit der Clique von dannen.

 

Für den PVRLP

Judith und Knut Mager