PVRLP Kader

Bericht zum Länderpokal 2015

Supererfolg des PVRLP-Kaders beim Länderpokal 2015

 

05-kader-135pxAm letzten Wochenende, 28.02.15 und 01.03.15, fand der Länderpokal des DPV in der Düsseldorfer Boulehalle statt. Erstmals nahmen alle 10 Landesverbände an diesem jährlichen Event teil.

 

Die Anreise unseres Kaders erfolgte bereits am Freitagabend. Gegen 22.00 Uhr waren fast alle Spieler/-innen in der Jugendherberge in Düsseldorf, so dass die neuen Trikots und Jacken jedem Teilnehmer bereits gegeben werden konnten. Es wurde der Ablauf am Samstag besprochen und bis gegen 24.00 Uhr waren alle Spieler/-innen in ihrem selbst gemachten Bett verschwunden, um am Samstag entsprechend fit zu sein.


Der Samstagmorgen begann mit dem Frühstück in der Jugendherberge und um 8.30 Uhr traf man sich zur Abfahrt in die Halle. Dort angekommen, meldete ich unser Team bei der Turnierleitung, DPV-Präsident Peter Blumenröter, an. Um 9.00 Uhr begann die erste Runde des Länderpokales, unser Team startete erst gegen 10.30 Uhr auf den ersten frei werdenden Bahnen gegen den LV Berlin. Ohne eine Kugel geworfen zu haben, lagen wir bereits 1:0 vorne, da Berlin ohne Espoir-Team angetreten war. Unsere Herren 1 hatten einen schweren Gegner und konnten ihre spannende Partie gerade so mit 13:12 gewinnen. Besser machte es das zweite Herrenteam, welches ein 13:4 erreichte. Unsere Frauen steuerten einen 13:7 Sieg bei, und die Jugend setzte sich mit einem deutlichen 13:4 durch. Somit gelang uns ein super Start mit einem deutlichen 5:0 gegen Berlin.


In der zweiten Begegnung trafen wir auf den LV Ost, unseren Angstgegner der beiden letzten Jahre. Hier trumpften unsere beiden Herrenteams auf, Herren 1 siegten mit 13:3 und Herren 2 gewannen zu 9. Unsere Frauen gingen deutlich mit 8:2 in Führung, mussten sich aber den immer stärker werdenden Gegnerinnen den Vortritt mit 9:13 lassen, also 2:1 Führung für uns. Im ersten Spiel für unsere Espoirs war der Anfang ausgeglichen, doch wie unsere Damen musste man den Sieg an den LV Ost abtreten, 8:13. Somit bestritt unsere Jugend das entscheidende Spiel, welches wieder deutlich mit 13:1 gewonnen wurde. Endstand: 3:2 für uns gegen, wie schon gesagt, unseren Angstgegner und nach 2 Runden ein 2:0.


Schon ging es weiter in die 3. Runde gegen Nordrhein-Westfalen. Hier konnte leider nur unsere Jugend überzeugen und gewann wieder mit 13:1. Unsere Herren I verloren mit 8:13, unser Frauenteam unterlag deutlich mit 3:13, und mit dem gleichen Ergebnis verlor auch unser Espoir-Team. Leider musste auch unser zweites Herrenteam, trotz anfänglicher deutlicher Führung, das Spiel noch mit 11:13 an NRW abgeben. Endstand 1:4 und Gesamtergebnis 2:1. Alles bisher im Lot, wie angedacht.


In der vierten Runde trafen wir auf unseren Lieblingsgegner, das Saarland. Recht schnell gewannen unsere Herren I ihre Partie mit 13:2, dafür unterlagen unsere Herren II denkbar knapp mit 11:13. Unser Damenteam steuerte endlich wieder einen Sieg mit 13:2 bei, fast gleichzeitig verloren aber unsere Espoirs ihr Spiel mit 8:13. Also 2:2 und unsere Jugend lag zu diesem Zeitpunkt deutlich mit 9:2 zurück. Doch unsere Jüngsten schafften es noch, aufgrund einer Auswechslung, ihrem Spiel eine Wendung zu geben und siegten gegen die gute saarländische Jugend noch mit 13:11. Endstand 3:2 und somit der 3. Sieg im vierten Spiel. Das Ganze lief bis dahin besser, als ich es mir vor diesem Wochenende erhofft hatte.


Nun mussten wir in der fünften, und für uns an diesem Samstag letzten Runde, gegen den Titelverteidiger aus Niedersachsen antreten. Unsere Herren 1 spielten gut gegen das beste Herren1-Team des Wochenendes, mussten aber ihrem Gegner den Sieg mit 8:13 überlassen. Dafür verteilten unsere Herren 2 ein Fanny, 13:0 für uns und Spielstand 1:1. Unsere Frauen ließen den Damen aus Niedersachsen nicht viele Chancen und gewannen mit 13:6, dafür verlor unsere Jugend ihr erstes Spiel an diesem Tag gegen ein starkes NiSa-Jugendteam mit 10:13. Somit mussten uns dieses Mal unsere Espoirs zum Sieg helfen. Nach spannendem Anfang setzte man sich mit 13:8 durch und fügte dem Titelverteidiger somit die erste Niederlage des Tages zu. Endstand 3:2 für uns, 4 Spiele am Samstag gewonnen und nur ein Spiel verloren, Tagesbilanz 4:1, wir waren in der Spitze angekommen.


Gegen 22.00 Uhr verließen wir, gut gelaunt mit dem tollen Tagesergebnis, die Düsseldorfer Halle, um gemeinsam noch eine Kleinigkeit in einem McDonalds zu speisen. Hier gingen schon die ersten Diskussionen über das positive Abschneiden und dem ersten Spiel am nächsten Tag los. Gegen 22.30 Uhr trafen wir in unserer Unterkunft ein. Den Abend ließen wir noch bei einem Bier ausklingen, und um 23.30 Uhr lag das komplette Team im Bett. Dies beschreibe ich so ausführlich, weil ich dies so noch nie bei einem Länderpokal von unserem Team erlebt habe.


Am Sonntagmorgen mussten wir etwas früher zum Frühstück, da um 8.15 Uhr schon die Abfahrt zur Halle angesagt war. Jeder musste noch sein Bett abziehen, seine Klamotten zusammen räumen, um pünktlich zur Abfahrt da zu sein. Um 8.20 Uhr trafen wir in der Halle ein, also genügend Zeit zum einspielen.
Um 9.00 Uhr begannen unsere Spiele gegen Baden-Württemberg, die einzige Mannschaft, die am Samstag ungeschlagen geblieben war. Unser 1. Herrenteam kam gut in ihr Spiel, musste aber am Ende eine 8:13 Niederlage akzeptieren. Ausgleichen konnten unsere 2. Herren mit 13:6. Unsere Jugend ging mit 8:2 in Führung, um kurz darauf mit 8:9 zurück zu liegen. Danach wurde aber kein Punkt mehr abgegeben und man gewann mit 13:9. Überrascht hat mich in dieser Runde unser Espoirteam, das gegen ein starkes Team aus BaWü traf und mit 13:3 deutlich die Oberhand behielt. Das längste Spiel dieser Runde bestritt unser Damenteam, musste sich aber zum Ende mit 11:13 geschlagen geben. Endstand 3:2 für uns, Gesamt 5:1. Nun lagen wir von den Siegen gleichauf mit BaWü an der Spitze, da NiSa am Samstagabend noch ihre letzte Runde gegen das Saarland verloren hatte.


In Runde 7 ging es gegen unseren Nachbarn aus Hessen. Auch gegen Hessen konnte die letzten Jahre kein Gesamtsieg eingefahren werden, was aber an diesem Wochenende geändert werden sollte. Hier erzielten beide Herrenteams jeweils das gleiche Ergebnis, 13:5, also Zwischenstand 2:0 für uns. Die Espoirs hatten leider keine Chance und verloren mit 6:13. Ebenfalls keine Chance hatte unsere bisher so stark spielende Jugend gegen die Hessen und verlor deutlich mit 4:13. Somit war das Frauenspiel das Spiel, welches die Entscheidung bringen musste. Unsere Frauen konnten ihre Partie erfolgreich gestalten, 13:9. Endstand gegen Hessen 3:2, somit 6:1 Spiele. Da parallel NiSa gegen BaWü gewann, waren wir nun alleiniger Tabellenführer und konnten bei weiteren 2 Siegen den Pott holen. Doch leider kam es anders.


In der 8. vorentscheidende Runde trafen wir auf Bayern. Mit 2 deutlichen Siegen durch unsere Herren 2 und unsere Frauen mit jeweils 13:1 hatte man ein gutes Polster. Unsere Jugend lag zu Beginn deutlich zurück, verkürzte nochmals, verlor aber leider mit 8:13. Unsere Herren 1, von Beginn an in Führung, hatten beim Stand von 11:9 leider eine ganz unglückliche Aufnahme, mussten 4 Punkte abgeben, und verlor somit mit 11:13. Also mussten unsere Espoirs wieder herhalten. Zu Beginn konnte man in Führung gehen, ließ dann aber leider ein paar Punkte liegen, Zwischenstand 8:6 für uns. Danach aber keine Chance und keine Punkte mehr für uns. Leider 8:13 verloren. Endstand 2:3 gegen Bayer und somit die 2. Niederlage des Wochenendes, was uns letztendlich den ganz großen Erfolg gekostet hat.


In der 9. und letzten Runde hieß der Gegner LV Nord. Hier waren unsere Frauen, unsere Jugend und unsere Espoirs jeweils mit 13:4 erfolgreich. Leider konnten sich unsere beiden Herrenteams nach der Niederlage gegen Bayern nicht mehr so richtig motivieren und verloren ihre Partien, Herren 1 mit 9:13 und Herren 2 mit 3:13. Endstand gegen Nord 3:2.


Somit lagen wir am Ende des Länderpokales mit 7 gewonnen und 2 verlorenen Partien gleichauf mit dem diesjährigen Sieger aus dem Saarland, den wir sogar im direkten Treffen besiegt hatten. Die Saarländer weisen aber eine bessere Spieledifferenz auf, was ihnen zum Sieg des Länderpokales 2015 ausreichte. Hierzu nochmals die herzlichsten Glückwünsche des gesamten RLP-Kaders.


Fazit:

Wie unser Jugendwart am Ende der Spiele sagte: „Wir haben den Länderpokal 2015 nicht verloren, sondern einen supertollen 2. Platz erreicht." Rheinland-Pfalz steht nun 2-mal in der Ewigenliste Länderpokal beim DPV: 2008 mit einem 3.Platz und 2015 mit einem 2. Platz. Noch nie war unser Verband bei diesem jährlichen Event so weit vorne. Trotzdem bleibt der Wermutstropfen, man hätte in diesem Jahr auch selbst den Pott holen können.


Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass wir mit einem Superteam, welches an diesem Wochenende alles gegeben hat, unterwegs sind. Der Teamgeist, die Kameradschaft, die Disziplin und noch vieles mehr haben an beiden Tagen gestimmt. Das Auftreten der RLP-Spieler und Spielerinnen war super. Wenn ein Team verloren hatte, gewann dafür das nächste Team. Nur so kann man so erfolgreich bei einem Länderpokal sein.


Mir hat die Vorbereitungszeit mit der Kadersichtung im Oktober letzten Jahres, mit 2 Trainings im Januar und Februar und das letzte Wochenende in Düsseldorf richtig gut gefallen. So macht Kaderarbeit Spaß und treibt mich an, hier entsprechend weiter fort zu fahren.
Bedanken möchte ich mich bei allen Spielern und Spielerinnen des letzten Wochenendes für euer tolles Auftreten und für eure tollen Leistungen während der beiden Tagen. Weiterhin möchte ich mich bei Jenny für die Unterstützung am Samstag bedanken. Aber auch bei Mounir, Marcus, Jochen, Helga, Melanie und Ruben. Ohne euer zutun wäre das letzte Wochenende nicht möglich gewesen.


Mein weiterer Dank geht an Düsseldorf sur place für die gute Bewirtung an diesem Wochenende in eurer Halle, sowie an die Verantwortlichen des DPV, die die Turnierleitung an diesem Wochenende übernommen haben und natürlich an die Schiedsrichter vor Ort.
Nach dem Länderpokal ist vor dem Länderpokal, und wir werden versuchen, im nächsten Jahr noch ne Schippe drauf zu legen.

 

Ralf Knobloch
Sportwart