Erfolgreicher Länderpokal 2024

Nach zuletzt vielen durchwachsenen Jahren konnte die rheinlandpfälzische Delegation beim deutschen Länderpokal am ersten Novemberwochenende einen großartigen zweiten Platz belegen.

Das Organisatorische:
Die Spieler und Coaches, welche zuvor gesichtet und nominiert wurden, reisten schon am Freitagnachmittag nach Gersweiler bei Saarbrücken, um ihren Landesverband gut zu vertreten. Da die Boulehalle dort nur 15 Bahnen hat, musste improvisiert werden. Vor der Halle wurde ein großes, beheiztes Zelt errichtet, welches weitere 10 Bahnen vor dem unberechenbaren Novemberwetter schützte. Somit war alles angerichtet für ein schönes Turnier. Man hatte 25 Bahnen, eine gute Bewirtung und jede Menge tolle Spieler aller Altersklassen.

Der Modus:
Beim Länderpokal stellt jeder der zehn Landesverbände ein Jugend-, Espoirs- und Damenteam, sowie zwei Herrenteams. Alle Landesverbände spielen einmal gegeneinander, wer mindestens drei von den fünf Partien gewinnt, entscheidet das Duell für sich. Wer am Ende in der Tabelle oben steht, darf sich als Länderpokal-Sieger krönen.

Der Samstag:
Im ersten der sechs Samstagsspiele hatte man direkt das Saarland als Gegner, das am Ende den dritten Platz belegte. Die beiden Herrenteams waren chancenlos, jedoch gewann die Jugend 13:0 und die Espoirs 13:1. Somit stand es 2:2 und Das Damenteam konnte mit einem 13:7 den Sieg gegen das Saarland perfekt machen. Gegen die Landesverbände Nord und NRW konnte man ebenfalls gewinnen und hatte nach drei Runden drei Siege. In der vierten Runde hatte man den Favoriten BaWü als Gegner. Das Frauen- und ein Herrenteam konnten ihre Partie gewinnen, das andere Herrenteam und die Espoirs mussten sich geschlagen geben. Es lief also nur noch die Partie des Jugendteams. In einem unfassbar spannenden Spiel konnte man beim Stand von 12:12 aufgrund einer wahnsinnigen Leistung der Jugend den sensationellen Sieg gegen BaWü feiern. In der hochklassigen letzten Aufnahme entschied lediglich eine Fehlkugel von BaWü die Partie zugunsten von RLP. Ansonsten konnte BaWü jede Begegnung gewinnen und verteidigte somit verdient seinen Titel. Völlig unerwartet hatte man auf einmal die Tabellenführung inne. Gegen Berlin und Bayern musste man dann leider zwei Niederlagen einstecken und beendete einen sehr langen und anstrengenden Tag mit vier Siegen aus sechs Spielen.

Der Sonntag:
Sonntags konnte man direkt die erste Begegnung gegen den Landesverband Ost gewinnen, musste dann aber in der achten Runde eine Niederlage gegen Hessen einstecken. In der letzten Runde hatte man die Möglichkeit mit einem Sieg gegen Niedersachsen den zweiten Platz perfekt zu machen. Ähnlich wie schon in der ersten Runde gegen das Saarland unterlagen die beiden Herrenteams, das Jugendteam und die Espoirs gewannen souverän. Die entscheidenden Kugeln hatte das Frauenteam, das allerdings 0:5 zurück lag. Eine tolle Aufholjagd begann und alle anderen Spieler feuerten lautstark an, sodass man keinen Punkt mehr abgab und das Spiel 13:5 gewann. Durch das 3:2 gegen Niedersachsen landete man am Ende zum ersten Mal seit 2015 wieder auf einem zweiten Platz.

Die Einzelwertungen:
Das Herrenteam 1 konnte zwei ihre neun Partien gewinnen. Das Herrenteam 2 und die Espoirs konnten fünf Partien gewinnen. Das Jugendteam belegte mit sechs gewonnen Partien den dritten Platz in der Jugendwertung, das Damenteam war wie gewohnt stark unterwegs und konnte sich den ersten Platz in seiner Wertung sichern.

Fazit:
Der Länderpokal war eine sowohl für den Pétanque-Sport als auch für den rheinland-pfälzischen Verband sehr gelungene Veranstaltung. Das Team „Rheinland-Pfalz“ hat gut funktioniert und tolles Boule gespielt. Die Vorfreude auf den nächsten Länderpokal ist schon jetzt groß.

Bedanken möchten wir uns hier sowohl bei der Turnierleitung, als auch bei den Schiedsrichtern, bei dem Team um Dagmar für die tolle Bewirtung. Ein besonderer Dank geht an Thomas Schorr, der innerhalb kurzer Zeit alles im SBV organisierte und somit diesen tollen Event stattfinden ließ. Weiterhin bedanken wir uns bei unseren treuen Fans, die uns das ganze Wochenende unterstützten.

Bericht: Hannes Eberspach