Jugend-Ländermasters 2026

Ein Bericht über das Jugend-Ländermasters am 25/26.04.2026 in Chemnitz

Das Drumherum:
Am Freitag traten unsere drei Teams aus je vier Spielern mit ihren Betreuern und zahlreichen Eltern die lange Fahrt nach Chemnitz an. Während bis auf ein Auto alle noch abends gut ankamen, musste eine Besatzung nach knapp sechs Stunden Fahrt noch eine sechsstündige Vollsperrung auf der Autobahn über sich ergehen lassen. Daher konnten wir nicht vollzählig gemeinsam – nach einem kurzen Abstecher auf den Bouleplatz – essen gehen und den Abend ausklingen lassen. Samstags machten wir uns gegen 9:00 Uhr auf den Weg zum Platz, um dort auch unsere restlichen Spielerinnen, die im Stau gestanden hatten, kennenzulernen. Fünf Runden später saßen wir wieder alle zusammen beim Essen und verbrachten auch diesen Abend noch lange gemeinsam.

Der Ausrichter:
Die Gastgeber der SpVgg Blau-Weiß Chemnitz sind ein sehr junger Verein. Mit nur acht Helfern meisterten sie an diesem Wochenende alle Herausforderungen mit Bravour. Neb

en einer top gepflegten Anlage und überdachten Tischen für alle Landesverbände fielen auch das tolle Essensangebot und die niedrigen Preise sehr positiv auf.

Das Sportliche:

Die Espoirs spielten erstmals in einer neuen Formation. Da einige Spieler keine Zeit hatten, spielten Leander und Hannes mit Maria, die eigentlich noch bei den Junioren spielt, und Amelie, die erstmals für den PVRLP antrat. Die drei lernten Amelie erst zu Beginn der ersten Runde kennen, da auch sie im Stau gestanden hatte. Zum Glück war das gar kein Problem, da alle vier hervorragend als Team harmonierten und sich sehr gut verstanden. So konnte direkt das erste Spiel gegen Baden-Württemberg hoch gewonnen werden. Im zweiten Spiel geriet man in den ersten vier Aufnahmen unter die Räder und konnte auch nach einem Wechsel das 0:11 gegen den Landesverband Ost nicht mehr drehen. Darauf folgte ein 7:13 gegen die späteren Sieger aus Bayern. In einem guten Spiel gab man beim Stand von 7:8 fünf Punkte ab. In der vierten Runde war das Team aufgrund der ungeraden Anzahl an Landesverbänden spielfrei und wartete lange auf das letzte Spiel des Tages. Dieses konnte souverän gegen den späteren Zweitplatzierten aus Nordrhein-Westfalen gewonnen werden, sodass man den Tag mit zwei Siegen und zwei Niederlagen beendete.

Sonntags ging es bei eisigen Temperaturen bereits um 9:00 Uhr los. Das Spiel gegen den Landesverband Ost war lange einseitig, bis man beim Stand von 12:4 acht Punkte in zwei Aufnahmen kassierte und noch einmal kurz zittern musste. Das Spiel konnte jedoch in der folgenden Aufnahme mit 13:11 gewonnen werden. Danach traf man auf Niedersachsen. Beim Stand von 4:0 musste man vier und sechs Punkte abgeben, konnte das 4:10 dann allerdings ohne weitere Punktverluste noch 13:10 gewinnen. In der vorletzten Runde traf man auf das Saarland. Das Spiel lief von Beginn an in die falsche Richtung, sodass beim Stand von 6:12 und zwei verbleibenden Aufnahmen gewechselt wurde. Innerhalb dieser zwei Aufnahmen konnte man den Spielfluss ändern und auf 12:12 ausgleichen. In der Entscheidungsaufnahme konnte sich das Saarland dann trotzdem mit 13:12 durchsetzen. In der letzten Runde spielte man eine hochklassige Partie gegen sehr starke Hessen, die man gegen den späteren Drittplatzierten jedoch deutlich verlor. Mit einer Bilanz von 4:4 blieb das Team deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Es folgt der Bericht von Hannah, unserer Junioren-Betreuerin:
„Das Junioren-Team startete gut in den Tag und gewann direkt das erste Spiel gegen das Saarland. Leider konnte die Leistung nicht konstant gehalten werden und wir mussten uns Nord, Hessen und BaWü geschlagen geben. Zum Abschluss des Tages gab es dann noch einen deutlichen 13:1-Sieg gegen NRW. Der zweite Tag startete mit zwei Siegen, am Ende mussten wir uns jedoch knapp Berlin geschlagen geben. Die Junioren belegen damit einen starken 4. Platz.“

Damit kann Erfolgscoach Hannah ihr Triple aus dem letzten Jahr leider nicht verteidigen. Für die Junioren spielten in dieser Konstellation erstmals Polina, Caroline, Ben und Ben.

Wie es bei den Cadets lief, hat ihr Betreuer Steff zusammengefasst:
„Die Cadets mit vier Oppauer Spielern sammelten wertvolle Erfahrungen im Vergleich mit den besten Teams Deutschlands. Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen am Samstag auf sehr unterschiedlichen Terrains wurde am Sonntagmorgen das richtungsweisende Spiel gegen das Saarland live übertragen. Bei diesem Spiel zeigte das Team sein Potenzial und bezwang den starken Gegner mit tollem Spiel. Im Anschluss kam die Ernüchterung mit einer überraschenden Niederlage gegen die bis dahin sieglosen Niedersachsen. Trotz der Niederlage erreichten wir als Dritte das Halbfinale. Hier kam es zum Wiedersehen mit dem Saarland. Diesmal konnten wir nicht ganz an die Leistung vom Morgen anknüpfen, während der Gegner sehr stark aufspielte. Im anschließenden Spiel um Platz drei war dann etwas die Luft raus, sodass wir das Turnier auf einem guten vierten Platz abschlossen.

Das Fazit: Beim Jugend-Ländermasters haben wir Höhen und Tiefen erlebt, viel Freude, aber auch Frust – eben alles, was das Boulespiel ausmacht. Daraus gilt es jetzt, die richtigen Schlüsse zu ziehen, damit wir uns alle weiterentwickeln. Herzlichen Dank an meine Spieler Malik, Maxim, Mehdi und Robin für das spannende Wochenende.“

 

Abschließend möchten wir uns beim Ausrichter, der SpVgg Blau-Weiß Chemnitz, den Veranstaltern der DPJ und natürlich allen Spielern und Betreuern bedanken. Außerdem geht ein ganz großer Dank an alle Eltern, die ihre Kinder in ihrem Sport so sehr unterstützen, und an alle, die den weiten Weg mitgefahren sind, um Teil dieser tollen Gemeinschaft zu sein.

Wir blicken nach vorne auf unser nächstes Kadertraining am 21.06., auf das dann auch die Nominierung für die Deutsche Jugendmeisterschaft im September folgt.

 

Zum Abschluss noch ein paar Bilder…