RLP 2 und RLP 4 sicherten zwei Qualitätsplätze. RLP 4 erreichte den 9. Platz in der DM, während RLP 1 den 9. Platz im B-Turnier der DM belegte.
Berlin 1 mit Laurent Brizard und Jean-François Mores (beide Club Bouliste de Berlin) sowie Frank Günther (Jever Pétanque-Club) wurde Deutscher Meister 2026. Herzlichen Glückwunsch!
Unsere Mannschaften im Überblick

RLP 1
Michael Siragussano (BF Le Cochonnet Rockenhausen 1986), Ralf Knobloch und Dagmar Knobloch (beide BF Wartbergbouler Alzey)
Nach einer unglücklichen Niederlage gegen NiSa 10 in der ersten Runde, bei der man zunächst deutlich geführt hatte, hielt sich das Team durch einen Sieg gegen NRW 6 die Chance offen, den Poule zu überstehen. Ein Team aus dem „Nachbarverband“ Saarland machte diese Hoffnung jedoch zunichte, sodass nur noch das B-Turnier als Option blieb.
Dort konnte man nach einem knappen Sieg gegen NRW 8 und einem sicheren Erfolg gegen Nord 7 das Achtelfinale erreichen. Gegen BaWü 27 musste man sich dann allerdings deutlich geschlagen geben.

RLP 2
Carsta Glaser, Olaf Becker und Jürgen Hatzenbühler (alle VfSK Oppau 1900 – Athletenbouler)
Nach einem Sieg gegen BaWü 21, ein gemischtes Team aus Oberhausen und Altlußheim – Quasi-Nachbarn, denn die andere Rheinseite lässt grüßen, traf das Team auf NRW 2, „Lokalmatadore“ aus Recklinghausen-Suderwich, als Gegner.
Vor großer Publikumskulisse auf dem Nebenplatz dieser DM behielten die Lokalmatadoren die Oberhand und schickten RLP 2 in die Barrage. Dort stand Ost 3 als Gegner bereit. In einem harten Kampf konnte das Team aus RLP den ersten Qualitätsplatz für den PVRLP sichern und zog in das 32tel-Finale der DM ein.
RLP 3
Gabriele Paquet, Hans-Uwe Rösner und Babak Shayesteh (alle Pétanque 07 Morbach)
Nach einer Niederlage gegen das starke Team von NRW 2 verschaffte sich das Team durch einen Sieg gegen NiSa 15 die Möglichkeit, an der Barrage teilzunehmen. Dort musste man sich gegen ein ebenfalls starkes Team von Bay 7 leider erneut geschlagen geben und hatte damit nur noch die Option, im B-Turnier anzutreten.
Leider gelang dort kein wirklicher Neustart, sodass gegen NRW 24 am Samstag das Turnier für RLP 3 beendet war.

RLP 4
Rainer Held, Philipp Frey und Michael Weis (alle BC Landau)
Die drei Landauer starteten mit einer Niederlage gegen Bayern 5 und waren nach eigener Aussage zunächst noch nicht richtig im Turnier angekommen. Es folgte jedoch ein knapper Sieg gegen BaWü 7. Ein weiterer enger Erfolg gegen NRW 18 brachte schließlich das A-Turnier und damit einen weiteren Qualitätsplatz für den PVRLP.
Die Siegesserie konnte anschließend fortgesetzt werden. Gegen BaWü 24 und NRW 11 gelangen weitere Siege, wodurch die „Eintrittskarte“ für den Sonntag gelöst wurde. Trotz eines Rückstands bis zum 8:9 konnte das Team die Partie noch mit 13:9 für sich entscheiden.
Der Sonntag begann dann allerdings ernüchternd. Gegen das stark aufgestellte Team von NRW 21 musste RLP 4 bei widrigen Wetterverhältnissen eine 9:13-Niederlage hinnehmen. Dennoch erreichte das Team einen sehr guten 9. Platz bei dieser DM. Gratulation!
RLP 5
Volker Frisch, Kornelia Frisch und Karl Germann (alle SV 1920 Kübelberg)
Für RLP 5 nahm das Turnier leider keinen glücklichen Verlauf. Bereits im ersten Spiel musste das Team eine deutliche Niederlage gegen BaWü 16 hinnehmen. Auch im zweiten Spiel gegen Nord 2 gelang kein Erfolg.
Leider brachte auch das erste Spiel im B-Turnier gegen Hes 14 keinen Sieg, sodass die DM für RLP 5 frühzeitig beendet war.

Einige persönliche Gedanken und Eindrücke des Autors
Man konnte bei dieser DM viele „alte Hasen“ und „ehemalige“ Spitzenspieler treffen. Für diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren, wurde schnell deutlich: Hier spielen nicht einfach „die Alten“, sondern erfahrene Spielerinnen und Spieler, die ihre erfolgreiche Pétanque-Karriere fortsetzen und genauso siegeshungrig sowie leistungsorientiert auftreten, wie sie es bereits in jüngeren Jahren getan haben.
Der Gastgeber konnte mit seinem Angebot überzeugen. Teilweise sorgten jedoch ungewöhnliche Bon-Preise und Preisabstufungen für etwas Verwirrung.
Wie schon bei manch anderer DM war auch hier das Spielgelände geteilt. Aufgrund der Entfernung kam auf dem vom Ausrichter selbst so bezeichneten „Nebenplatz“ – einer etwa 250 Meter entfernten Parkplatzfläche – aus meiner Sicht nicht unbedingt echtes DM-Feeling auf.
Auch der deutliche Unterschied bei der Gestaltung der Spielfelder sorgte nicht nur bei mir für Stirnrunzeln. Der „Hauptplatz“ mit den Feldern 1 bis 40 bestand aus durch Balken abgegrenzten Carrées mit jeweils drei beziehungsweise fünf Feldern sowie einem „notdürftig“ hergerichteten Einzelfeld.

Der „Nebenplatz“ mit den Feldern 41 bis 64 befand sich dagegen auf einer Parkplatzfläche. Dort lagen jeweils drei Felder nebeneinander, teilweise Kopf an Kopf und ohne weitere Begrenzung außer den obligatorischen Schnüren. Dadurch war es schwierig, geschossene Kugeln immer rechtzeitig anzuhalten.
Warum der Veranstalter und seine Schiedsrichter des DPV dem Ausrichter, dem BC Suderwich, nicht deutlicher vermittelten, dass laut der „Checkliste für DM-Ausrichter“ Folgendes vorgesehen ist, bleibt aus meiner Sicht offen:
Zum Spielgelände:
(…)
– Bei Bahnen, die Kopf an Kopf liegen, 1,00 m Platz lassen und diesen mit einem Kantholz versehen, damit Kugeln nicht auf das Nachbarfeld rollen.
(…)
Dass die Turnierleitung anschließend auch noch die erste K.-o.-Runde des A-Turniers aufteilte, war ebenfalls nur schwer nachzuvollziehen: 24 Spiele des A-Turniers wurden auf dem „Nebenplatz“ ausgetragen, während die übrigen acht Spiele des A-Turniers auf dem Hauptplatz stattfanden, auf dem gleichzeitig das gesamte B-Turnier gespielt wurde.
Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert gewesen, die sportlich wichtigste Entscheidung nicht überwiegend auf dem weniger geeigneten „Nebenplatz“ auszutragen. Eine solche Aufteilung dürfte zumindest ungewöhnlich sein.
Dass die Turnierleitung durch das Fehlen des „DM-Koffers“ zusätzliche organisatorische Herausforderungen zu bewältigen hatte, ist unbestritten. Dennoch wäre es möglicherweise hilfreich gewesen, an dieser Stelle manuell einzugreifen und die Spielverteilung entsprechend anzupassen.
Darüber hinaus ist anzumerken, dass weiterhin das Excel-System zur organisatorischen Durchführung genutzt wurde. Dieses scheint nach wie vor einzelne offensichtliche Fehler in der Programmierung zu enthalten. So wurden Siege in der Übersichtstabelle nicht in allen Fällen korrekt gekennzeichnet, offenbar aber dennoch gewertet.
Mittlerweile gibt es gut funktionierende und teilweise bereits etablierte Softwarelösungen, die über entsprechende interne Kommunikationsmöglichkeiten verfügen, eine größere Anzahl von Teams verwalten können und eine bessere Übersichtlichkeit bieten. Aus meiner Sicht wären diese Lösungen daher eine gute Alternative.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Holstentor-Turniers sowie inzwischen auch viele Ausrichter kleinerer Turniere setzen bereits auf Systeme, die der Turnierleitung die Arbeit erleichtern und Teams wie auch das Publikum außerhalb des unmittelbaren Turniergeschehens schneller, verlässlicher und zeitnah informieren.
Trotz allem gilt ein großes Dankeschön allen Offiziellen, Helferinnen und Helfern sowie Unterstützerinnen und Unterstützern, die eine solche Veranstaltung „wuppen“ und stets bemüht sind, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestmögliche Bedingungen zu bieten.
Zu unserer Kommunikation am Wochenende
Wir haben versucht, am Wochenende möglichst zeitnah Impressionen und Ergebnisse über Facebook zu kommunizieren. Das ist im Großen und Ganzen gelungen. Da man selbst jedoch immer wieder im Turniergeschehen aktiv ist, ließen sich kleinere Lücken in der Berichterstattung nicht vollständig vermeiden.
Wir versuchen weiterhin, die Basis der Aktiven auch im Hinblick auf die Verbandsarbeit zu verbreitern, und freuen uns über alle, die sich hier anschließen. Gleichzeitig sind wir froh, dass wir bei der zeitgleich stattfindenden Jugend-DM ebenfalls Informationen veröffentlichen konnten.
Uns ist bewusst, dass ein Facebook-Account nicht alle Interessierten erreicht. Deshalb werden wir weiter an Lösungen arbeiten, um den Kreis der Informationsempfänger noch besser zu erreichen.
Ein letztes sportliches Fazit für den PVRLP
Zwei Qualitätsplätze konnten gehalten werden. Aufgrund der guten Platzierungen der beiden Teams führt dies dennoch dazu, dass im kommenden Jahr nur drei Startplätze ausgespielt werden – vorbehaltlich der Teilnahmezusage der Teams RLP 2 und RLP 4.
PS Leider stehen nicht ganz so viele Fotos zur Verfügung. Wenn die teilnehmenden Teams noch etwas beisteuern können, gerne an vize@pvrlp.com schicken.
#DM55+ #Deutsche Meisterschaft #PVRLP #Boule #Petanque #